Ausgrabung und Bauforschung eines spätantiken religiösen Trikonchos in Betiga (Istrien)

Kooperationsprojekt des Lehrstuhls für Christliche Archäologie der FAU und des Arheološki Muzej Istre (AMI)

Laufzeit: ab 05/2026

Projektleitung und wiss. Leitung an der FAU: Dr. Arabella Cortese

Finanzierung Fritz Thyssen Stiftung

Ziel des Projekts ist die Untersuchung des spätantiken religiösen Komplexes Sv. Andreji in Betiga, um die Entwicklung des Gebäudes im Laufe der Jahrhunderte und die mögliche Widmung an den Apostel Andreas zu eruieren bzw. nachzuvollziehen. 
Während der zwei Grabungskampagnen werden zunächst die Wände und die Mosaiken auf der Ausgrabungsfläche freigelegt und gut sichtbar gemacht. Dann wird das entsprechende Areal aufgenommen und eine eigene Analyse des in situ erhaltenen Mauerwerks, der Fußbodenmosaiken und der Inschriften durchgeführt. Schließlich soll eine sorgfältige Untersuchung der Ausstattung (Bauplastik und Bauornamentik) stattfinden, die im Archäologischen Museum von Pula aufbewahrt sind.
Der Einsatz modernster archäologischer Techniken (Laserscanner, Drohnenaufnahmen, 3D-Modelle und -Rekonstruktion des Gebäudes usw.) und Bauornamentik-Analysen ermöglichen eine detaillierte Untersuchung jedes einzelnen Raums des Komplexes. Besondere Aufmerksamkeit wird der Untersuchung des Trikonchos gewidmet, um seine Funktion mit ähnlichen Strukturen in der unmittelbaren Umgebung zu vergleichen.
Das Projekt sieht die Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Museum von Pula und der Fakultät für Ingenieurwissenschaften in Pisa für die Durchführung der Vermessungen vor.

Es ist Teil einer umfassenderen Untersuchung zur Erforschung der Rolle der Apostelkulte in der spätantiken Regio X Venetia et Histria.

Betiga (Istrien), spätantike Ausgrabungsstätte mit religiösem Trikonchos, Überblick
Betiga (Istrien), spätantike Ausgrabungsstätte mit dem religiösen Trikonchos im Hintergrund