Concordia Sagittaria (Ve, Italien) – Untersuchung der spätantiken Trikonchos-Basilika

Projektleitung: Dr. Arabella Cortese

Finanzierung: Fritz Thyssen Stiftung

Laufzeit: 2024-2026

Die archäologische Untersuchung widmet sich einem spätantiken religiösen Komplex in Concordia Sagittaria, dem antiken Iulia Concordia, einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt nahe Aquileia.

Im Mittelpunkt steht die sogenannte „Basilica apostolorum“, ein frühchristlicher Baukomplex außerhalb der Stadtmauern. Die Anlage entstand im späten 4. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Erhebung Concordias zum Bischofssitz und entwickelte sich rasch zu einem zentralen Ort der Apostelverehrung. Literarische Quellen, insbesondere Chromatius von Aquileia, verweisen auf die Bedeutung von Reliquienkulten für die Entstehung und Aufwertung des Komplexes.

Hauptziele des von der Fritz Thyssen Stiftung geförderten Projekts sind:

  • Feststellung  der Bauphasen des frühchristlichen Komplexes
  • Untersuchung der verschiedenen frühchristlichen Heiligenkulte
  • eine graphische Darstellung der Anlage (3D Modelle, neue Pläne), um die Ergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen

Das vorliegende Projekt ist Teil einer umfassenderen Untersuchung zur Erforschung der Rolle der Apostelkulte in der spätantiken Regio X Venetia et Histria.

spätantike Trikonchos-Basilika von Concordia Sagittaria (Ve, Italien)
spätantike Trikonchos-Basilika von Concordia Sagittaria (Ve, Italien)
spätantike Trikonchos-Basilika von Concordia Sagittaria (Ve, Italien)
spätantiken Trikonchos-Basilika von Concordia Sagittaria (Ve, Italien), Bodenmosaik